Ich bezeichne mich als Beanie bzw. Wollmützen Fan und wenn die Temperaturen sich im Herbst/ Winter senken, dann werden meine Schubladen geräumt und verschiedene Modelle mit unterschiedlichem Stil von mir getragen. Meine bevorzugte Beanie ist aus Merino-Wolle (Modell „King Jammy“ von der Fa. Howlin)und hat einen gerippten Bund und eine glatte Fläche bis in die Spitze.
Diese Mützen sind nicht nur dafür da um die Kälte abzuhalten, zusätzlich unterstützen sie deinem Look mit ihren zahlreichen Varianten. Das macht die Beanie nicht nur zu einem Modeklassiker, sondern auch zu einem Lieblingsteil im Kleiderschrank.
Die früheste Version einer Beanie wurde im 12. Jahrhundert unter der Bezeichnung „Monmouth-Kappe“ in Wales von Fischern, Seeleuten und Arbeitern getragen.
Im 17. Jahrhundert wurden in Schottland eng anliegende Mützen gestrickt und unter dem Namen „Fisherman-Beanies“ getragen.
Indigene Völker in der Arktis nutzten schon früher eng anliegende Mützen um sich vor der Kälte zu schützen.
Der Ursprung des Namens „Beanie“ entstand am Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA und wurde vor allem von Fabrikarbeitern, Monteuren, Mechanikern und Schweißern getragen.
Eine Beanie gibt es in vielen Varianten und weit über die Funktionalität unterstützt sie einen eleganten bzw. modernen Stil oder eben einen Retro-Look und ist in der Mode zu einem festen Bestandteil geworden.
Du kannst deine Beanie stramm über die Ohren ziehen und die Krempe umschlagen, aber abhängig von deinem Umfeld, deiner Frisur oder deiner Gesichtsform, kann es auch komisch aussehen.
Jedoch kann ein Styling-Tipp deinem Umgang mit einer Beanie unterstützen.
Klassisch mit Umschlag (Cuff Beanie)
Man zieht seine Beanie mit umgeschlagener Krempe einfach über die Ohren und ist so vor Kälte und Wind geschützt. Diese Variante eignet sich ideal für kalte und windige Tage und für einen Tripp durch den Outdoor Dschungel. Es ist halt ein praktischer und einfacher Look.
Die Schlabber- oder hänge Beanie (Slouchy Beanie)
Dabei trägt man die Beanie locker auf dem Kopf und läßt den längeren Teil mit der Spitze hinten runterhängen. Meistens trägt man den Stil ohne die Krempe umzuschlagen.
Der Hipster/ Fischer Look (Fisherman Beanie)
Bei dieser Variante rollt oder faltet man die Krempe übereinander um die Beanie kürzer zu tragen, so dass die Ohren im oberen Bereich gerade eben bedeckt sind. Das passt gut zum Arbeiter- und Fischer Look.
Der High-Top Stil (Peter Pan Style)
Bei diesem Stil wird die Beanie nur kurz über den Kopf gezogen und es bleibt eine gerade und hohe Spitze. Eine moderne Variante die dein Street Outfit perfekt unterstützt und sowohl im Outdoor- oder Indoor Dschungel gern gesehen wird.
Beanie mit dickem Bündchen
Mal wieder mit dem Holzfäller Hemd unterwegs, dann rolle deine Krempe mehrmals übereinander (ähnlich wie beim Fischer Stil). Diese Variante eignet sich gut bei sehr kalten Tagen und läßt sich auch gut mit einem Wollmantel, Marine oder Fischermantel kombinieren.
Die Bommel Variante für verspielte Design Freaks
Bei dieser Variante bedeckt man die Ohren genauso wie im klassischen Stil beschrieben. Zur Weihnachtszeit steigt die Beliebtheit dieser Beanie und sie wird mit einem dicken Schal um den Hals perfekt in Szene gesetzt.
Bei Frauen beliebt ist der Schlabber Look, der einen lässigen und lockeren Eindruck hinterlässt und sich perfekt für den Alltag eignet.
Für einen lässigen Stil, kannst du deine langen Haare unter der Beanie offen tragen. Um ein strukturiertes Aussehen zu erreichen, kannst du deine Haare unter der Beanie verschwinden lassen. Bei einer Frisur mit einem Pony, kannst du die Beanie leicht nach hinten tragen und die Krempe kurz über dem Pony enden lassen, um damit deine Frisur optimal in Szene zu setzen.
Bei Männern beliebt sind die Klassische, die High Top und die Fischer Variante.
Der klassische Look ist einfach und bequem, indem er über die Ohren gezogen, die Krempe einmal gerollt wird und so bei Kälte gut warm hält.
Der High-Top Look ist ein Statement für den modernen experimentellen Mann.
Der Fischer Stil ist für den Holzfäller oder Fischer und betont den rauen Alltag eines Arbeiters oder dessen Look.
Ob ein Event, im Outdoor Dschungel, Zuhause oder auf der Arbeit, deine Beanie kann dabei sein.
Im urbanen Dschungel darf die Beanie genauso wenig fehlen wie bei einem Brunch, im Theater, im Kino oder dem Kiosk um die Ecke und bei deinen Freunden. Deshalb gibt es für jeden Anlass auch ein Material, was sich je nach Aktivität oder Unternehmung besser eignet.
An Tagen auf dem Sofa, oder an denen man sich mit Freunden trifft, würde ich eine leichte Merino Woll Beanie (Fa. Howlin Modell King Jammy oder Le Bonnet) bevorzugen. Bei aktivem Sport wird es eher eine Beanie aus atmungaktiven Material (z.B. Ryzon Aura Functional Beanie, Falke, Adidas Climacool) und beim Fahrrad fahren unter dem Helm sollte es eine dünne aus funktionellem Material (z.B. Vaude Bike Warm Cap oder Buff Ecostretch Beanie) sein.
An wirklich kalten Tagen gibt es Woll- oder Merino Woll Beanies mit Vlies als Einsatz, mit doppelten Bündchen oder gerippter Struktur/ Textur, die den Kopf optimal warm halten.
Zum Abschluss kann ich nur sagen, sobald die kühlere Jahreszeit beginnt, gibt es keinen Tag an dem ich ohne eine Beanie unterwegs bin.
